Veröffentlichungen
 
Friedhelm Schumacher (Hrsg.)
SEMIK@work
Neues Lernen in der Praxis.
Die besten Beiträge des Wettbewerbs für SEMIK-Schulen

141 Seiten. Grünwald: FWU, 2003
(Bestell-Nr.: 0400061)


Download als PDF-Datei (6,2 MB)
Alles über den Wettbewerb und die preisgekrönten Beiträge...


Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

"Neues Lernen in der Praxis" - so lautet das Thema dieser Dokumentation. Die Förderung des neuen Lernens mit Medien war zentrales Anliegen von SEMIK, einem Programm der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung. Hinter dem Programm stand die Überzeugung, dass der systematische Einsatz von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht nicht einfach zusätzliche Gestaltungs- und Arbeitsmittel in die Hand der Lehrerin oder des Lehrers gibt, sondern eine veränderte Sicht auf den Prozess des Lehrens und Lernens voraussetzt bzw. mit sich führt. Dies ist im Ausgangsgutachten zum Programm SEMIK ausführlich dargestellt worden und hat auch die Zielsetzungen der 25 Einzelprojekte im Programm bestimmt.
Veränderter Unterricht bedarf vieler Voraussetzungen und Anstrengungen. Im Blick von SEMIK standen daher stets auch die Lehreraus- und -fortbildung, die Schulentwicklung und die Curriculumentwicklung. Die Erfolge des Programms wurden und werden aber am ehesten im Unterricht selbst sichtbar.
Weit über 100 Schulen, an die 1.000 Lehrerinnen und Lehrer und über 10.000 Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen von SEMIK dazu beigetragen, zukunftsfähigen Unterricht zu entwickeln. Es wurden bundesweite Fachtagungen durchgeführt, SEMIK-Projekte haben ihre Arbeit in den Ländern auf Workshops und Abschlussveranstaltungen präsentiert, Impulse sind in die Lehrerausbildung und die Fortbildung eingegangen. Ein weiteres Glied in der Reihe der Aktivitäten, die Arbeit und Ergebnisse allgemein bekannt und nutzbar zu machen, war der Wettbewerb SEMIK@work, der im Sommer 2002 ausgeschrieben wurde, und dessen Ergebnisse hiermit vorliegen.
Die Auswahl der zehn in dieser Broschüre veröffentlichten Beiträge erfolgte entsprechend den Kriterien, die in die Ausschreibung zum Wettbewerb eingegangen sind. Dabei wurde grundsätzlich vorausgesetzt, dass der Einsatz von Medien von zentraler Bedeutung für die Konzeption und den Ablauf des Unterrichts war. Die dann den Ausschlag gebenden inhaltlichen Kriterien entsprachen denen, die im Programm SEMIK zusammengefasst als "neues Lernen" bezeichnet werden. Stichworte hierfür sind: Problemorientierung, selbstgesteuertes Lernen, veränderte Lehrer- und Schülerrolle, Kooperation der Schülerinnen und Schüler auch über den Klassenraum hinaus. Erwartet wurde auch, dass neben die Nutzung oder die Produktion von Medien im Unterricht auch Momente der Reflexion treten, also ein mehrschichtiger Beitrag zur Entwicklung der Medienkompetenz bei den Schülerinnen und Schülern geleistet wird.
Preiswürdige Beiträge sollten schließlich auch übertragbar sein. Dies ist nicht zuletzt eine Frage der guten Nachvollziehbarkeit des dokumentierten Unterrichts. Sie, die fachkundigen Leserinnen und Leser, werden hoffentlich durch die detailreiche Darstellung in die Lage versetzt, sich ein Urteil über die jeweiligen Ziele und Abläufe zu bilden und schließlich zu entscheiden, ob Sie - Ihren spezifischen Bedürfnissen angepasst - ganze Entwürfe übernehmen möchten oder doch zumindest wesentliche Elemente in den eigenen Unterricht mitnehmen wollen.
Einen besonderen Dank darf ich hier den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Wettbewerb aussprechen. Sicherlich mögen die ausgelobten Preise einen gewissen Anreiz geboten haben. Was zählt, ist aber die Extraarbeit, sich der gar nicht selbstverständlichen Mühe einer für andere nicht nur lesenswerten, sondern tatsächlich auch mit Gewinn lesbaren Dokumentation der eigenen Unterrichtspraxis unterzogen zu haben.
Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre der Wettbewerbsbeiträge viele Anregungen für den eigenen Unterricht.

Friedhelm Schumacher, Gesamtkoordinator des Programms SEMIK
Grünwald, im März 2003