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Heinz Mandl, Jan Hense und Katja Kruppa (Hrsg.) Aspekte der zentralen wissenschaftlichen Begleitung im Modellversuchsprogramm SEMIK Grünwald: FWU Institut für Film und Bild, 2004 (155 S.) ISBN: 3-922098-90-8, 19,90 € FWU-Bestellnr.: 0900019 Download als PDF-Datei, 918 KB Online-Fassung des Aufsatzes "Nachhaltigkeit von Modellversuchsprogrammen am Beispiel des BLK-Programms SEMIK" |
Vorwort
Im September 1998 nahm nach einer circa einjährigen Vorbereitungsphase das Modellversuchsprogramm „Systematische Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr- und Lernprozesse“ (SEMIK) seine Arbeit auf. Gemeinsames Ziel der 25 beteiligten Einzelprojekte war es, Medien und insbesondere die Einführung der neuen Medien in Schulen verstärkt zu nutzen, um einen Beitrag zur Etablierung einer neuen Lernkultur zu leisten. Initiiert und finanziert wurde SEMIK von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK). Die gemeinsame Arbeit, die vom Programmträger FWU („Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht“) koordiniert wurde, konnte nach fünfjähriger Laufzeit im September 2003 erfolgreich beendet werden.
Während dieser Arbeit oblag der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) die Aufgabe, SEMIK wissenschaftlich zu begleiten und die zentrale Evaluation des Programms durchzuführen. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind an anderer Stelle dokumentiert. Daneben kam es zu einer intensiven Publikationstätigkeit in Form von Zeitschriftenartikeln, Forschungsberichten und Beiträgen in Herausgeberwerken, welche die Arbeit im Programm im Ganzen und einzelne Teilaspekte zum Inhalt hatten. Ziel dieses Bands ist es, einige dieser Publikationen, die zentrale Aspekte der wissenschaftlichen Prozessbegleitung betreffen, zusammenzutragen und in gesammelter Form zugänglich zu machen.
In Beitrag I stellen Gräsel, Mandl, Manhart und Kruppa die Anforderungen der Wissensgesellschaft als Ausgangsproblem dar, zu dessen Lösung SEMIK mit seiner Leitidee des problemorientierten Lernens einen Beitrag leisten wollte. Anhand der Darstellung beispielhafter Einzelprojekte werden die Schwerpunkte des Programms und seine Arbeit demonstriert.
Wie der Einsatz neuer Medien genutzt werden kann, um durch Unterrichts- und Schulentwicklung einen Beitrag zur neuen Lernkultur beizusteuern, ist Thema von Beitrag II (Mandl, Hense & Kruppa). Um die Mikroebene der Programmarbeit darzustellen, werden konkrete Beispiele für Unterrichts- und Schulentwicklung aus zwei SEMIK-Projekten ausführlich geschildert und analysiert.
Auf der Makroebene des Programms war die Bündelung vieler Einzelprojekte in unterschiedlichen Bundesländern zu einem bundesweit koordinierten Modellversuchsprogramm ein wichtiger Innovationsaspekt von SEMIK. Mandl, Hense und Kruppa berichten in Beitrag III Erfahrungen aus Perspektive der wissenschaftlichen Prozessbegleitung mit dieser neuen Form der Modellversuchsförderung der BLK.
Der Aspekt der Nachhaltigkeit war nicht nur eines der Kernanliegen bei der Neuordnung der BLK-Modellversuchsförderung, sondern stellte sich auch im Programmverlauf als zentraler Erfolgsfaktor und -indikator für die Arbeit des Programms und der Einzelprojekte heraus. Kruppa, Mandl und Hense stellen in Beitrag IV ein Dreiphasenmodell der Nachhaltigkeit pädagogischer Innovationen vor und diskutieren die Nachhaltigkeitspotenziale von SEMIK unter Bezug auf dieses Modell.
Beitrag V schließlich behandelt den Aspekt der Qualitätssicherung in SEMIK, die nicht nur durch die übergreifende zentrale Evaluation sondern auch in Form von projektspezifischen Selbstevaluationsmaßnahmen realisiert wurde. Hense und Mandl diskutieren den Ansatz der Selbstevaluation vor dem Hintergrund jüngerer Entwicklungen im Feld pädagogischer Evaluation und zeigen auf, wie er im SEMIK-Selbstevaluationsverbund beispielhaft umgesetzt worden ist.
Heinz Mandl, Jan Hense & Katja Kruppa
München, im Dezember 2003